proximity | sound&light | installation
2018
















Einsam mit sich und der Welt sieht sich der Nutzer mit sich selbst konfrontiert. AX erzeugt in diesem Fall das seltene Gefühl des Allein-seins. Die Konturen verschwimmen in Licht, der eigene Herzschlag wird abgelöst vom Vibrieren einer Frequenzlandschaft.

Das Projekt AX untersucht die Wirkung von Licht und Klang in Bezug auf Nähe und Distanz. Wie fühlt sich ein Raum an der sich einzig und allein aus Licht und Ton bildet und auf die Bewegungen seines Nutzers reagiert. Die Installation untersucht Wirkungsweisen der proxemischen Raumwahrnehmung indem es Licht und Ton in eine antropometrische Maßstäblichkeit versetzt. 

Zwölf im Kreis angeordnete Lichtsäulen bilden  einen flüssigen Übergang zwischen Innen und Außen, zwischen Dunkel und Licht. Nähert sich der Nutzer einer Säule schwellen Lichtkörper und der dazu gehörige Ton an. Es entsteht ein Bogen zwischen Licht und Klang. Ein Bogen, der einen Raum aufspannt und die Nutzer in wechselseitige Beziehungen setzt. So lassen sich Harmonien bilden und immer neue Raumkonstellationen entdecken. Licht und Klang werden zum kommunikativen Element; der Raum der hier entsteht nähert sich einem Erlebnis, einer Entdeckung, und schließlich einer gemeinsamen Erinnerung.



Die Installation wird zentral über eine Software gesteuert. Hier laufen die von den zwölf IR-Distanzsensoren gesammelten Datensätze zu sammen und werden zu einem vom Menschen wahrnehmbaren Feedback umgewandelt. Mehrere Arduino Microcontroller dienen dabei als Schnittstelle.



Die Lichtsäulen werden in der Auseinandersetzung des Besuchers zum gleichwertigen Subjekt mit dem er über das Einnehmen bestimmter Distanzen in Kommunikation treten kann. Licht und Klang erzeugen Affordanz und reagieren dabei subtil auf die Bereitschaft des Nutzers in Beziehung zu treten.

Die Vertikale Lichtführung lässt eine heroische Architektur entstehen die durch die entstehende Atmosphäre der Klanglandschaft in der Interaktion in der Gruppe an ein kultisches Event erinnert.









In der Gruppe lassen sich Klangatmosphären erzeugen die auf der Kommunikationsdynamik der Nutzer basiert. Die Varianz in der Interaktion der einzelnen Gruppenmitglieder entscheidet über die Größe und Bewegung des sich bildenden Raumes.