Katharsis

installation
2017














Subtil werden die Elemente der bestehenden Architektur aufgegriffen und über eine digitale Projektion auf die ruhende Wasseroberfläche des Taufbeckens ergänzt.

Katharsis ist eine audio-visuelle Medieninstallation zum Thema Mensch, Raum, Klang und Emotion, zu sehen während der Passagen 2017 in Köln.

Katharsis beschreibt nach der aristotelischen Poetik die "Reinigung" von bestimmten Affekten. Durch das Durchleben von Emotionen erfährt der Zuschauer der Tragödie aus deren Wirkung eine Läuterung seiner Seele von eben diesen Erregungszuständen. Als Referenz dazu zeigt die Installation einen Einblick in vier menschliche Grundemotionen: Ruhe, Angst, Trauer und Freude und lädt den Besucher ein diese über das Zusammenspiel von bewegtem Bild, Klang und Raum nachzuempfinden.

Räumlicher Kontext der Installation ist die drittgrößte Kirche in Köln, St. Michael - im speziellen der Bereich des Taufbeckens. In einem mittig gelegenen Zwischenraum des Eingangsbereichs umschließen zwei Wandschalen das bronzene Taufbecken. Zusammen ergibt sich ein Achteck, die Zahl als Symbol der Unendlichkeit.













Parallel zum Visuellen lädt der Klang der Installation den Besucher zum Nachempfinden ein. So entsteht ein audio-visuelles Erlebnis das den Besucher auffordert die verschiedenen Emotionen zu durchleben um so eine Sensibilisierung und ein beginnendes Verständnis vom Zusammenhang zwischen Mensch, Raum und Emotion zu erfahren.









Durch das Oktaeder, auf dessen Prinzipien der Grundriss der Installation beruht, die sanft eingelassene Aktionsfläche rund um das Becken, sowie die schützend umschließenden Wandschalen geben dem Besucher die Ruhe die er braucht um das Erlebnis voll entwickeln zu können.

Weitere Besucher können dem zeremoniellen dieser Interaktion beistehen in dem sie sich rund um das Oktaeder versammeln um so die Szene aus einer gewissen Distanz beobachten zu können. Nicht zuletzt der entstehende Raumklang lässt auch sie Teil der Performance werden.