Virtual Flâneur

digital participation
2014







Der virtuelle Raum gibt uns neue Perspektiven darauf wie wir den öffentlichen Raum wahrnehmen. So verändert er nicht nur unsere Wahrnehmung, vielmehr dekonstruiert er unsere Vorstellung vom Bild der Stadt. Die digitalen Medien ermöglichen es uns jederzeit und von jedem Ort aus auf jeden erdenklichen Ort Zugriff zu haben. Der euklydische Raum wie wir ihn kennen und zu nutzen gelernt haben scheint sich langsam aufzulösen. So müssen wir lernen die Begriffe von Zeit und Raum neu zu definieren und unsere Sinne trainieren, nicht durch das Sinn-lose des Digitalen zu verstummen.

So gibt es schon heute vielzälige Möglichkeiten die Stadt virtuell erfahrbar zu machen:  Webcams, Virtual Walkthroughs, Google Earth und nicht zuletzt durch die sozialen Netzwerke. Doch können all diese Medien auch einen inneren Einblick in die Qualitäten des öffentlichen Raums, im Speziellen zur Nachtzeit, geben? Was passiert wenn man den realen mit dem virtuellen Raum verbindet? Ermöglicht die zeitliche und räumliche Distanz Wege neuer Wahrnehmung? Was bedeutet in diesem Zusammenhang Atmosphäre? Birgt die neue Art der Wahrnehmung Gefahren? Erschließen sich vielleicht sogar neue Wege und Zusammenhänge? Wie verändert sich das Bild der Stadt?
















Über eine Streaming Plattform kann der erste Interaktionspartner die Echtzeit-Übertragung des Nightwalks verfolgen und über das Interface Verhaltensanweisungen geben. Diese kann der zweite Interaktionspartner auf seinem Bildschirm lesen und sich entsprechend verhalten.


Das Forschungsprojekt untersucht welche Möglichkeitem sich dem "Virtuellen Flâneur" bieten die Stadt auf seine Art zu erfahren, welche Entdeckungen er macht und wie er sich dabei fühlt. Mit Hilfe verschiedener artistischer Methoden versuchen wir ein tieferes Verständnis für die Wahrnehmung des virtuellen Raums zu erhalten. Ein erstes Experiment arbeitet mit einem virtuellen Kommunikationswerkzeug das über einen live- stream mit dem Virtuellen Flâneur verbunden ist. Dieser steuert über Textnachrichten das Werkzeug und erkundet so den nächtlichen Stadtraum Wiens.





Mark